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6.11.2009 von admin.
Die Meldung in der Ärzte Zeitung ist kurz und knapp. Die Deutsche Hospiz Stiftung fordert verpflichtende amtsärztliche Leichenschauen für Todesfälle in Krankenhäusern und Pflegeheimen (vgl. Ärzte Zeitung v. 05.11.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/default.aspx?sid=574702 <<<)
„Nur so können wir das tausendfache unentdeckte Töten verhindern”, sagte DHS-Geschäftsführer Eugen Brysch.
Was aber bitte folgt aus dieser Aussage? Wird in Krankenhäusern und Pflegeheimen tausendfach getötet? Vielleicht wird gar aktive Sterbehilfe praktiziert?
Nach Bayern schickt sich nunmehr offensichtlich die gesamte Bundesrepublik an, den Tätern auf die Spur zu kommen (vgl. dazu die diesseitige PM v. 12.04.07, openPR >>> http://www.openpr.de/news/129806/Tatort-Pflegeheim-Den-ungeklaerten-Todesfaellen-auf-der-Spur.html <<<).
Die Forderung der Deutschen Hospiz Stiftung ist indes nicht neu; bereits im Mai 2009 hat diese eine amtliche Leichenschau gefordert (vgl. dazu Hospizstiftung fordert amtliche Leichenschau, in Ärzte Zeitung v. 07.05.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/default.aspx?sid=546824 <<<).
Es ist dringend davor zu warnen, hier ein Horrorszenario zu skizzieren. Sofern die Justizminister beabsichtigen, für mehr Qualität bei den Leichenschauen Sorge zu tragen, ist dies freilich zu begrüßen (vgl. dazu Justizminister: Mehr Profis bei der Leichenschau, in Ärzte Zeitung v. 04.11.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/574259/justizminister-profis-leichenschau.html?sh=2&h=-96464558 <<<).
Stigmatisierungseffekte ganzer Berufsgruppen sind hierbei allerdings zu vermeiden, denn es steht nicht zu vermuten an, dass Ärzte oder Pflegekräfte sich durch eine erhöhte kriminelle Energie auszeichnen.
Lutz Barth, 06.11.09
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