<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.2.1" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
<channel>
	<title>Kommentare zu: Kommt nun die „Abwrackprämie“ für Scheinbushaltestellen?</title>
	<link>http://blog-brennpunkt-pflegerecht-lutz-barth.iqb-info.de/2010/02/18/kommt-nun-die-%e2%80%9eabwrackpramie%e2%80%9c-fur-scheinbushaltestellen/</link>
	<description></description>
	<pubDate>Fri, 18 May 2012 14:45:24 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.2.1</generator>

	<item>
		<title>Von: Brigitte Bührlen</title>
		<link>http://blog-brennpunkt-pflegerecht-lutz-barth.iqb-info.de/2010/02/18/kommt-nun-die-%e2%80%9eabwrackpramie%e2%80%9c-fur-scheinbushaltestellen/#comment-154</link>
		<author>Brigitte Bührlen</author>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 15:00:15 +0000</pubDate>
		<guid>http://blog-brennpunkt-pflegerecht-lutz-barth.iqb-info.de/2010/02/18/kommt-nun-die-%e2%80%9eabwrackpramie%e2%80%9c-fur-scheinbushaltestellen/#comment-154</guid>
		<description>Demenzerkrankte Angehörige, Freunde und Mitmenschen unterscheiden  sich in ihren Bedürfnissen und Empfindungen in nichts von uns vermeintlich so "Normalen"  
Die Wahrnehmung der Umwelt, die  logische Verknüpfung von Eindrücken, die Assoziationsfähigkeit, sowie Teile des Gedächtnisses   verändern sich. 
Wie kommen wir aber darauf, dass ein an der Haltestelle wartender demenzerkrankter Mensch nicht wartet (wie wir), dass er nicht enttäuscht ist wenn kein Bus kommt (wie wir), dass diese Enttäuschung Eindrücke in der Seele hinterlassen(wie bei uns)?
Wie kommen wir darauf, dass unsere (für uns) so plausibel erscheinenden und klug erdachten Betreuungskonzepte Demenzerkrankten auch gefallen und ihnen gut tun?
Warum begegnen wir unseren dementen Mitmenschen nicht so normal wie möglich? Trösten sie, wenn sie traurig sind (auch wenn wir nicht wissen warum) lachen mit ihnen wenn sie lachen (auch wenn wir nicht wissen warum), suchen mit ihnen verloren geglaubtes (auch wenn wir wissen, dass es unauffindbar sein wird) usw......
Wir stecken viel Geld in immer aufwändigere Betreuungskonzepte, die dann auf den sich jagenden Fachtagungen und Kongressen präsentiert werden. 
Vielleicht wäre ein Demenzerkrankter manchmal froh, wenn er ein wenig unprofessioneller, aber dafür unmittelbarer, mitmenschlicher und fröhlicher betreut und begleitet würde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Demenzerkrankte Angehörige, Freunde und Mitmenschen unterscheiden  sich in ihren Bedürfnissen und Empfindungen in nichts von uns vermeintlich so &#8220;Normalen&#8221;<br />
Die Wahrnehmung der Umwelt, die  logische Verknüpfung von Eindrücken, die Assoziationsfähigkeit, sowie Teile des Gedächtnisses   verändern sich.<br />
Wie kommen wir aber darauf, dass ein an der Haltestelle wartender demenzerkrankter Mensch nicht wartet (wie wir), dass er nicht enttäuscht ist wenn kein Bus kommt (wie wir), dass diese Enttäuschung Eindrücke in der Seele hinterlassen(wie bei uns)?<br />
Wie kommen wir darauf, dass unsere (für uns) so plausibel erscheinenden und klug erdachten Betreuungskonzepte Demenzerkrankten auch gefallen und ihnen gut tun?<br />
Warum begegnen wir unseren dementen Mitmenschen nicht so normal wie möglich? Trösten sie, wenn sie traurig sind (auch wenn wir nicht wissen warum) lachen mit ihnen wenn sie lachen (auch wenn wir nicht wissen warum), suchen mit ihnen verloren geglaubtes (auch wenn wir wissen, dass es unauffindbar sein wird) usw&#8230;&#8230;<br />
Wir stecken viel Geld in immer aufwändigere Betreuungskonzepte, die dann auf den sich jagenden Fachtagungen und Kongressen präsentiert werden.<br />
Vielleicht wäre ein Demenzerkrankter manchmal froh, wenn er ein wenig unprofessioneller, aber dafür unmittelbarer, mitmenschlicher und fröhlicher betreut und begleitet würde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jochen Gust</title>
		<link>http://blog-brennpunkt-pflegerecht-lutz-barth.iqb-info.de/2010/02/18/kommt-nun-die-%e2%80%9eabwrackpramie%e2%80%9c-fur-scheinbushaltestellen/#comment-151</link>
		<author>Jochen Gust</author>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 11:04:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://blog-brennpunkt-pflegerecht-lutz-barth.iqb-info.de/2010/02/18/kommt-nun-die-%e2%80%9eabwrackpramie%e2%80%9c-fur-scheinbushaltestellen/#comment-151</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Barth,
ich halte das nicht für sinnvoll, sondern vielmehr für einen Werbegag. Jedenfalls dann, wenn die Bushaltestelle therapeutisch verbrämt wird und für Angehörige und Besucher der Einrichtungen so zum „Verkaufsargument“ gemacht wird.
WENN – und unter den gegebenen Bedingungen ist das so – wir manchmal in der Pflege und Betreuung dementer Menschen nicht die Zeit haben uns intensiv um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu kümmern und dann auf solche Mittel wie Scheinbushaltestellen zurückgreifen – dann seien wird doch bitte so ehrlich und machen zwei Dinge:
1. Erfinden wir keine pseudotherapeutischen Begründungen für das Vorhandensein von Bushaltestellen, Rundläufen und Co. Sie sind was sie sind: Hilfsmittel um demente Menschen wenigstens für einige Zeit zu „parken“, weil wir in der Regel noch mehr Menschen versorgen müssen und / oder uns anders bei den Ansprüchen die diese Patienten durch ihr Verhalten an uns stellen nicht zu helfen wissen und zumindest zeitweise überfordert sind. 
2. Wenn wir dieses Hilfsmittel schon benutzen, dürfen wir Menschen nicht einfach nur ins Warten hineinbegleiten. Wir müssen sie dann auch – rechtzeitig - aus dem Warten wieder herausholen. Wir Pflegende müssen der Bus sein, der dann wirklich kommt. Tun wir das nicht, riskieren wir eine dauerhafte und schwere Störung in unserer Beziehung zum dementen Klienten aus der Misstrauen resultiert und künftig den Kontakt und die Pflege erschwert. Weiter wird es durch ergebnisloses Warten zu Verhaltensproblemen dementer Menschen kommen, die vorher möglicherweise nicht da waren – z.B. vermehrte Unruhe bis hin zur Verwirklichung einer Hinlauftendenz. 
Der MDK hat nicht direkt neue Erkenntnisse dazu geliefert. Allenfalls bin ich dankbar, dass er so öffentlich ausspricht (niedergeschrieben hat), was die Kritiker solcher Hilfsmittel und Tricksereien sonst eher ungehört bereits gesagt hatten:
http://www.garten-therapie.de/warten.html

Es grüßt Sie

Jochen Gust</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Barth,<br />
ich halte das nicht für sinnvoll, sondern vielmehr für einen Werbegag. Jedenfalls dann, wenn die Bushaltestelle therapeutisch verbrämt wird und für Angehörige und Besucher der Einrichtungen so zum „Verkaufsargument“ gemacht wird.<br />
WENN – und unter den gegebenen Bedingungen ist das so – wir manchmal in der Pflege und Betreuung dementer Menschen nicht die Zeit haben uns intensiv um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu kümmern und dann auf solche Mittel wie Scheinbushaltestellen zurückgreifen – dann seien wird doch bitte so ehrlich und machen zwei Dinge:<br />
1. Erfinden wir keine pseudotherapeutischen Begründungen für das Vorhandensein von Bushaltestellen, Rundläufen und Co. Sie sind was sie sind: Hilfsmittel um demente Menschen wenigstens für einige Zeit zu „parken“, weil wir in der Regel noch mehr Menschen versorgen müssen und / oder uns anders bei den Ansprüchen die diese Patienten durch ihr Verhalten an uns stellen nicht zu helfen wissen und zumindest zeitweise überfordert sind.<br />
2. Wenn wir dieses Hilfsmittel schon benutzen, dürfen wir Menschen nicht einfach nur ins Warten hineinbegleiten. Wir müssen sie dann auch – rechtzeitig - aus dem Warten wieder herausholen. Wir Pflegende müssen der Bus sein, der dann wirklich kommt. Tun wir das nicht, riskieren wir eine dauerhafte und schwere Störung in unserer Beziehung zum dementen Klienten aus der Misstrauen resultiert und künftig den Kontakt und die Pflege erschwert. Weiter wird es durch ergebnisloses Warten zu Verhaltensproblemen dementer Menschen kommen, die vorher möglicherweise nicht da waren – z.B. vermehrte Unruhe bis hin zur Verwirklichung einer Hinlauftendenz.<br />
Der MDK hat nicht direkt neue Erkenntnisse dazu geliefert. Allenfalls bin ich dankbar, dass er so öffentlich ausspricht (niedergeschrieben hat), was die Kritiker solcher Hilfsmittel und Tricksereien sonst eher ungehört bereits gesagt hatten:<br />
<a href="http://www.garten-therapie.de/warten.html" rel="nofollow">http://www.garten-therapie.de/warten.html</a></p>
<p>Es grüßt Sie</p>
<p>Jochen Gust</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

